Homeoffice-Trends: Wie das Coronavirus unsere Art zu arbeiten für immer verändert

 

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Arbeit im Homeoffice zur Normalität geworden. Weltweit wurden umfassende Maßnahmen zum sogenannten Social Distancing eingeführt. Bis Anfang April verrichteten 3,9 Milliarden Menschen den größten Teil ihrer täglichen Aktivitäten wie lernen, einkaufen, Sport treiben, essen, sich ausruhen und entspannen in der sicheren Umgebung ihres Hauses oder ihrer Wohnung.1 Ganz oben auf der Liste der Aktivitäten: die Arbeit im Homeoffice.

Büros auf der ganzen Welt sind geschlossen. Daher erledigen viele Arbeitnehmer ihre Arbeit zum ersten Mal von zu Hause aus. Für andere ist Homeoffice bereits völlig normal und auf breiter Basis etabliert.

In allen Fällen hat dieser Trend zum Homeoffice jedoch gezeigt, dass Unternehmen auch dann erfolgreich sein können, wenn die Mitarbeiter nicht jeden Tag ins Büro kommen. Es ist schwer, die Zukunft vorherzusagen. Die Zeit, Energie und das Geld, das nun bei Arbeitswegen und Immobilien eingespart wird, könnten Unternehmen dazu veranlassen, zu überdenken, wie und wo gearbeitet wird.

Bei Criteo analysieren wir Daten aus über 80 Ländern und 2 Milliarden aktiven Käufern pro Monat, die von etwa 20.000 E-Commerce-Websites stammen. 2 Durch die Analyse der durch den Trend zum Homeoffice am stärksten getriebenen E-Commerce-Kategorien erhalten wir ein umfassendes Bild von der Entwicklung des Verbraucherverhaltens.

Hier sind drei Arbeits-Trends, die wir bei der Datenanalyse entdeckt haben:

1. Konnektivität

Zoom, eine App für Videokonferenzen, katapultierte sich mit ihrer Fähigkeit, Menschen zu helfen, in Kontakt zu bleiben, und Unternehmen auch während der Corona-Pandemie betriebsbereit zu halten, ins öffentliche Bewusstsein. Die Nutzung stieg im März – nach der Einführung weitgehender Ausgangssperren – massiv an: Durchschnittlich nehmen pro Tag 20 Millionen Menschen an Meetings in der App teil. Zum Vergleich: Im Dezember lag die maximale Zahl der täglichen Teilnehmer bei gerade mal 10 Millionen.

Infolge des Coronavirus-Ausbruchs waren persönliche Telefongespräche auf Plattformen, die für die Kommunikation von großen Gruppen – seien es Kollegen, Familienmitglieder oder Freunde – gedacht sind, noch nie so willkommen, sei es nun im privaten oder im beruflichen Bereich.

Unsere Daten zu den Shopping-Trends in der Corona-Pandemie haben gezeigt, dass Webcams im Moment sehr beliebt sind. Außerdem stieg der Verkauf von Zubehör und Peripheriegeräten gleichfalls massiv an. In den vergangenen 28 Tagen ist der Verkauf von Audio- und Videokabeladaptern in den USA im Vergleich zu den ersten vier Januarwochen um durchschnittlich 366 Prozent gestiegen. Das Geschäft mit Computermonitoren stieg in Südkorea (+19 %), Frankreich (+30 %), Italien +65 %), Spanien (+77 %) und Australien (+240 %).

coronavirus remote work trends Australia

2. Das Homeoffice

Nach Angaben der Federal Reserve hat sich der Anteil der US-amerikanischen Arbeitskräfte, die von zu Hause aus arbeiten, in den letzten 15 Jahren verdreifacht. Der Corona-Virus und die Social Distancing Economy beschleunigen diesen Trend noch weiter.

Nach der ersten Einführung der Ausgangssperren aufgrund des Corona-Virus haben viele vielleicht vom Küchentisch aus mit ihrem Laptop gearbeitet, bzw. ihren Nachttisch oder gar ihre Hausbar zum Arbeitsplatz umfunktioniert. Aber jetzt verwandeln viele Verbraucher freie Zimmer, Garagen, Abstellkammern, Dachböden und andere ungenutzte Bereiche in Homeoffices.

Da Familien und Mitbewohner gezwungen sind, im selben Wohnraum zu arbeiten oder zu studieren, reicht das aus Kisten zusammengezimmerte Behelfs-Stehpult nicht mehr aus, um konzentriert zu arbeiten.

In den letzten 28 Tagen sind die Schreibtisch-Verkäufe in Spanien (+25 %), Deutschland (+45 %), der Schweiz (+93 %) und den USA (+97 %) gestiegen. Die Umsätze mit Bürostühlen in Italien (+24 %), Großbritannien (+198 %) und Australien (+218 %). In Japan legten die Verkäufe von Büromöbeln allgemein um 94 % zu.

coronavirus remote work trends United Kingdom

3. Produktivität

Sei es nun, um die gewohnten Tätigkeiten auch daheim fortzusetzen oder um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern: Die Menschen haben in letzter Zeit mehr Software gekauft. Im Gegensatz zu beliebten Lebensmitteln, die die Verbraucher zu Beginn der Pandemie gekauft haben, haben diese Programme (hoffentlich) eine längere Haltbarkeit.

In den letzten 28 Tagen gab es bei vielen Arten von Software ein starkes Verkaufs-Plus. Die Sales von Software legten in Australien (+17 %), Deutschland (+39 %), Frankreich (+41 %), Großbritannien (+50 %) und Russland (+53 %) deutlich zu. Die Umsätze mit Software für Multimedia & Design nahmen in Japan (+4 %), Australien (+16 %), Großbritannien (+34 %), Deutschland (+35 %), den USA (+84 %) und Frankreich (+110 %) zu.

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Was können Werbetreibende tun?

Bei der Vorbereitung auf die Erholungsphase nach dem Höhepunkt der Pandemie sollten Werbetreibende auch darüber nachdenken, welche Änderungen des Lebensstils noch lange nach dem Verschwinden des Corona-Virus bestehen bleiben könnten. Trends wie Homeoffices werden sich fortsetzen. Für Unternehmen, die die richtigen Zielgruppen erreichen und eine langfristige Kundenbindung aufbauen wollen, wird es von entscheidender Bedeutung sein, genau im Auge zu behalten, was die Verbraucher beim Abklingen der Krise kaufen. Marken, die den Verbrauchern helfen können, komfortabel und effizient zu arbeiten und in Verbindung zu bleiben, werden sicher zu den Gewinnern gehören.

Alle Unternehmen erleben in der Social Distancing Eonomy Verschiebungen in der Art und Weise, wie Verbraucher Produkte kaufen. Je schneller ihr euch daran anpasst, desto besser könnt ihr die Bedürfnisse eurer Kunden erfüllen. Criteo hilft euch dabei, eure ideale Zielgruppe aufzubauen und anzusprechen, zum Beispiel die wachsende Zahl von Menschen, die zu Hause arbeiten, Sport treiben und vieles mehr.

Mit dem Criteo-Dashboard zu den Auswirkungen des Corona-Virus habt ihr stets im Blick, was für eure Kunden wichtig ist.

1</sup Quelle: AFP, 30. März 2020.

2</sup Quelle: Online-Sales, Daten von Criteo, Q1 2019 und Q1 2020. Mindestens 5 Retailer auf der granularsten Ebene.

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