Warum nicht alle Zielgruppen gleich sind

 

Werbetreibende kaufen Zielgruppen, seit es Werbung gibt. In den goldenen Tagen der Werbung in den 1950er Jahren, wie sie in der US-Fernsehserie Mad Men porträtiert wurden, mussten Marketer mit Erkenntnissen aus der Befragung von Fokus-Gruppen auskommen. So wurden zum Beispiel Gruppen von Frauen befragt, welche Strumpfwaren sie bevorzugen und warum. Dies war das Beste, was ein Werbetreibender tun konnte, um seine Zielgruppe zu finden, doch viel zu oft landete man so – wenn überhaupt – nur Zufallstreffer.

Das Aufkommen der Online-Werbung in den 90er Jahren versprach die Chance, nicht nur ein breites Publikum anzusprechen, sondern auch den einzelnen Verbraucher deutlich besser zu verstehen. Dadurch wurde es möglich, individuell zu segmentieren, also mit Zielgruppen zu operieren, die nur eine einzige Person umfassten. In diesem Beitrag zeigen wir, warum es entscheidend ist, über Zielgruppen genauer nachzudenken.

Kundendaten sind die neue Währung

Suchmaschinen und Social Media, die sich ursprünglich darauf konzentrierten, ihren Nutzern einen Mehrwert zu bieten, nutzen heute ihre Beliebtheit für ein gigantisches, aber nach außen abgeriegeltes Geschäft mit Werbung. Werbetreibende nutzen diese Plattformen, da sie den Zugang zur gesuchten Zielgruppe versprechen.

Heute stehen Werbetreibenden eine ganze Reihe von Zielgruppenquellen und Erstellungsplattformen zur Verfügung.

  • Datenquellen von Drittanbietern, die anhand von aggregierten, über Nachfrageplattformen zugängliche Daten eine Vielzahl von Zielgruppen bedienen können.
  • Große Social Media Plattformen, auf denen sich Zielgruppen anhand von Demographie und Interessen schaffen lassen.
  • Suchmaschinen, die Zielgruppen anhand der Analyse von Suchanfragen aufbauen.

Diese Ansätze zum Zielgruppenaufbau beinhalten oft demographische und/oder ältere aggregierte Daten und ziehen Rückschlüsse aus einem beobachteten Verhalten (z.B. einer Suchanfrage, einem „Like“ oder einem geteilten Inhalt).

Es kommt darauf an, die tatsächliche Customer Journey zu verstehen

Bei Criteo haben wir einen anderen Ansatz gewählt. Wir sind überzeugt: Der beste Weg, Zielgruppen aufzubauen, deren Ansprache zu relevanten Interaktionen führt, besteht darin, die tatsächlichen Customer Journeys und die daraus resultierenden Transaktionen zu verstehen. Mit der detaillierten Analyse des Browsing- und Kaufverhaltens von Käufern in großem Maßstab lassen sich Interaktionen mit Brands und weitere Handlungen deutlich genauer vorhersagen. Dies führt letztendlich zur effektivsten Nutzung eurer Werbebudgets.

Mehr Daten = Genauere Vorhersagen

Um die wertvollsten Zielgruppensegmente für Produkte oder Dienstleistungen zu finden, müssen große Mengen an Daten zu Customer Journeys und tatsächlichen Käufen zur Verfügung stehen. Zudem müssen diese Daten in Echtzeit analysiert und aktiviert werden. Glücklicherweise ermöglicht uns die schiere Größe unserer Plattform, jährlich über 800 Milliarden Dollar an E-Commerce-Transaktionen zu erfassen und individuelle Browsing-Muster für über sechs Milliarden katalogisierte Produkte zu identifizieren. Möglich wird dies durch unsere KI-Engine, die in hunderttausenden von Experimenten entwickelt und immer weiter verbessert wurde. Sie stellt sicher, dass wir präzise und in Echtzeit vorhersagen können, was potentielle Kunden interessiert.

Heutige digitale Werbetreibende erwarten Flexibilität beim Zielgruppenaufbau: Sie wollen ihre Zielgruppen anhand von spezifischen Kampagnenzielen aufbauen und anpassen. Jedes Feature zur Erstellung von Zielgruppen sollte Marketingziele über die gesamte Customer Journey hinweg unterstützen: Es muss in der Lage sein, zu identifizieren, welche Verbraucher, die eure Brand noch nicht kennen, höchstwahrscheinlich an euren Produkten oder Dienstleistungen interessiert sind. Es sollte Nutzer erfassen, die euren Onlineshop oder eure Website besuchen, aber nichts gekauft haben. Nicht zuletzt sollte es die Möglichkeit bieten, Zielgruppen auf Basis von Bestandskundendaten aufzubauen.

Die Fähigkeit, diese primären Zielgruppen aufzubauen und durch Hinzufügen oder Unterdrücken zusätzlicher sekundärer Zielgruppen zu verfeinern, ist wichtig, um sicherzustellen, dass Werbebudgets effektiv investiert werden.

Die Zielgruppentypen von Criteo unterstützen Marketingziele über die gesamte Customer Journey hinweg

Mit den neuen Funktionen zum Zielgruppenaufbau kann Criteo diese und viele weitere Anforderungen erfüllen. Anhand von drei grundlegenden Zielgruppentypen sind wir in der Lage, eine breite Palette von Zielen zu unterstützen: Individuelle Zielgruppen, Commerce Audiences und Similar Audiences.

Individuelle Zielgruppen

kommen zum Einsatz, um eure bestehenden Kampagnenziele sicher und datenschutzkonform zu adressieren. Dazu führen wir eure Daten mit unserer Technologie zusammen. Es gibt eine Vielzahl von Varianten:

  1. Unsere Technologie baut die Zielgruppen auf der Grundlage der Aktionen eurer Webbesucher bzw. App-Nutzer auf. Dazu können Besuche einer Kategorie- oder Produktseite, abgebrochene Einkaufsprozesse oder Aktivitäten innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z.B. Schlussverkauf, TV-Werbung) gehören.
  2. Bestehende Kundensegmente können durch Kontaktlisten angesprochen werden, die vorab gehasht und an die Criteo-Plattform übertragen werden.
  3. Offline-Transaktionen, die im Geschäft oder über andere Kontaktstellen abgewickelt werden, lassen sich integrieren, so dass die gesamte Online-to-Offline-Customer Journey erfasst werden kann. So lassen sich Offline-Transaktionen bestimmten digitalen Kampagnen zuordnen.
  4. Plattformen von Drittanbietern, zum Beispiel für das Daten- oder Kundenmanagement, können vordefinierte Zielgruppen nahtlos mit der Criteo-Plattform teilen.

Commerce Audiences

werden mit unserem einzigartigen Commerce-Datenbestand, dem Criteo Shopper Graph, erstellt, für den Milliarden von Customer Journeys und E-Commerce-Transaktionen in einem jährlichen Gesamtumfang von über 800 Milliarden USD analysiert werden. Sie bieten die Möglichkeit, eine Zielgruppe auf Basis von über 140 Produkt-, Browsing- und Kauf-Kategorien aufzubauen.

Similar Audiences

identifiziert potenzielle Kunden, die in ihrem Such- und Kaufverhalten euren aktuellen Kunden möglichst ähnlich sind. Diese Zielgruppen werden durch die Anwendung unserer Lookalike Finder KI-Technologie unseren einzigartigen Commerce-Datenbestand Criteo Shopper Graph erstellt. So lassen sich potenzielle Kunden identifizieren, bei denen die Wahrscheinlichkeit besonders hoch ist, dass sie sich für eure Produkte oder Dienstleistungen interessieren und daher mit eurer Brand interagieren.

Diese neuen Zielgruppenfunktionen werden derzeit eingeführt, und wir freuen uns, dass sie bisher exzellente Ergebnisse erbracht haben. Wenn ihr an einem Test interessiert seid, sprecht uns an oder kontaktiert euren Account Strategist.