Der Black Friday markiert in den USA traditionell den Beginn der Peak Shopping Season nach Thanksgiving. Die größten Verkaufsspitzen gibt es zwar immer noch am Black Friday, aber in den letzten Jahren hat sich der jährliche Mega-Aktionstag zu einem internationalen Ereignis entwickelt, das den saisonalen Umsatz jedes Jahr früher und früher ankurbelt und den November weltweit zum Cyber Month macht.

Um Marketer bei der Vorbereitung auf die Spitzenverkaufssaison 2021 zu unterstützen, haben wir anhand unserer Daten analysiert, wie stark die Umsätze in den Wochen vor dem Black Friday in den USA und weltweit steigen. Wir haben zudem Daten über den Verlauf des Kaufprozesses in verschiedenen Regionen untersucht, die überraschende Erkenntnisse über das Black Friday-Zeitfenster liefern.

Lest weiter, um exklusive Daten und Insights aus dieser Analyse zu entdecken, die euch bei eurer Werbestrategie für den Black Friday eine große Hilfe sein werden.

Globale und regionale Trends zum Black Friday

Die folgenden Analysen der täglichen Sales basieren auf den Umsatzdaten für Q4 2019 und 2020 von Tausenden mit Criteo zusammenarbeitenden Retailern auf der ganzen Welt, im Vergleich mit dem Durchschnitt vom 1. bis 28. Oktober 2020.

Global: Die Verkäufe stiegen in den Wochen vor dem Black Friday um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Die Online-Sales im Oktober 2020 lagen bereits sehr hoch (+25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Das stellte die Weichen für einen beeindruckenden Cyber Month im November 2020.

Dank der früher einsetzenden Kaufbereitschaft stiegen die Verkäufe in den ersten drei Wochen des Monats November 2020 im Vorjahresvergleich um 28 Prozent.

Der weltweite Umsatz am Black Friday 2020 hat sich mehr als verdoppelt (+168 Prozent) im Vergleich zum Oktober desselben Jahres. Das Sales-Plus am Black Friday 2019 fiel mit +213 Prozent noch deutlicher aus.

USA: Im Cyber Month 2020 stiegen die Sales um 29 Prozent vs. 2019

Im Oktober 2020 stiegen die Umsätze in den USA im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent, was auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und einen signifikanten Push-Effekt des Amazon Prime Days zurückzuführen ist. Die Dynamik setzte sich fort und führte in den ersten drei Novemberwochen zu einem Anstieg der Verkäufe um 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Umsatz am Black Friday selbst lag 2020 bei +212 Prozent gegenüber dem Oktober. Dieser Anstieg liegt etwas unter dem des Jahres 2019 (+253 Prozent).

Großbritannien: Die Sales stiegen im November 2020 um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr

In Großbritannien stieg der Umsatz in den ersten drei Novemberwochen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent.

Am Black Friday legten die Sales um 283 Prozent gegenüber dem Durchschnitt im Oktober zu.

Ein weiterer signifikanter Umsatzsprung erfolgte am britischen Boxing Day Ende Dezember mit einem Plus von 69 Prozent (gegenüber Oktober).

Frankreich: Die November-Sales 2020 legten im Vergleich zum Vorjahr um 66 Prozent zu

Im November gaben die französischen Konsumenten deutlich mehr Geld aus. Im Zeitraum vom 1. bis 21. November stiegen die Sales im Jahresvergleich um 66 Prozent, teilweise aufgrund von Geschäftsschließungen im stationären Handel.

Der Black Friday wurde in Frankreich um eine Woche verschoben. Dies führte am 4. Dezember zu einer Sales-Steigerung von 316 Prozent gegenüber dem Oktober.

Deutschland: Der Sales-Anstieg von 2020 entsprach dem von 2019

Die Verkäufe in Deutschland stiegen im Zeitraum vom 1. bis 21. November im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent, was die Vorfreude auf das bevorstehende Ereignis widerspiegelt (wenn auch weniger als in Großbritannien und Frankreich).

Die Umsätze am Black Friday 2020 stiegen im Vergleich zum Oktober um 187 Prozent. Sie lagen damit knapp unter dem Durchschnitt des EMEA-Raums und auf dem Niveau von 2019.

APAC: Die Sales stiegen im November um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Im APAC-Raum stieg der Umsatz in den ersten drei Novemberwochen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent.

Singles Day und Double Twelve sind mit +75 Prozent bzw. +51 Prozent gegenüber dem Durchschnitt im Oktober die wichtigsten Umsatzspitzen in Q4 in dieser Region, vor allem aufgrund ihrer Beliebtheit in Südostasien.

In Südkorea stieg der Umsatz am Singles Day um 37 Prozent. In Japan gibt es in diesem Zeitraum keine besonderen kommerziellen Events und somit auch keine Verkaufsspitzen.

Der Path to Purchase am Black Friday: Zeitfenster für Kaufentscheidungen nach Region

In vielen Ländern in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in der EMEA- und der APAC-Region, steigen die Umsätze am Black Friday deutlich an. Unsere Daten zeigen jedoch, dass die Kunden keine Spontankäufe tätigen, sondern ihre Einkäufe für den Black Friday schon lange vor dem eigentlichen Ereignis planen.

Unsere Daten zeigen, dass ein Neukunde in den USA durchschnittlich zwei Wochen vom ersten Kontakt bis zur Kaufentscheidung für den Black Friday benötigt. In anderen Ländern ist dieser Zeitraum sogar noch länger.1

Für Marketer bedeutet das: Ihre Black Friday-Kampagnen sollten ein Consideration-Element enthalten, das darauf ausgelegt ist, Konsumenten schon lange vor dem Black Friday zu erreichen und auf ihre Websites zu leiten, um den Umsatz am großen Tag zu maximieren.

Nachfolgend eine Übersicht über den Kaufentscheidungsprozess und den daran ableitbaren Zeitplan für den Black Friday in verschiedenen Regionen:

  • USA: Durchschnittlicher Zeitraum bis zum Kauf: 14 Tage. Längster Zeitraum bis zum Kauf: ein Monat
  • Großbritannien: Durchschnittlicher Zeitraum bis zum Kauf: 15 Tage. Längster Zeitraum bis zum Kauf: ein Monat
  • Frankreich: Durchschnittlicher Zeitraum bis zum Kauf: 18 Tage. Längster Zeitraum bis zum Kauf: sechs Wochen
  • Deutschland: Durchschnittlicher Zeitraum bis zum Kauf: 24 Tage. Längster Zeitraum bis zum Kauf: acht Wochen
  • Japan: Durchschnittlicher Zeitraum bis zum Kauf: 34 Tage. Längster Zeitraum bis zum Kauf: neun Wochen

1Criteo-Daten, Mode, USA, Q4 2020, Desktop und Mobile kombiniert

Die Early-Bird-Chance für Marketer

Im Oktober 2020 läutete der Amazon Prime Day die Schnäppchen-Saison ein. Einzelhändler auf der ganzen Welt, darunter auch die großen US-Retailer Walmart und Target, veranstalteten zur gleichen Zeit ihre eigenen Shopping-Events, um Konsumenten anzulocken, die bereits in Kauflaune waren.

Mehr Shopping-Angebote im Oktober und November vor dem Black Friday unterbrachen den üblichen Umsatzanstieg und verteilten die Konsumentenausgaben gleichmäßiger.

Der Prime Day 2021 ist bereits vorbei. Das bedeutet, dass Advertiser die Möglichkeit haben, schon lange vor dem Black Friday für Discovery, Consideration und Sales zu sorgen. In Verbindung mit unseren Erkenntnissen über den Kaufentscheidungsprozess, nach denen Marketer bereits vier bis neun Wochen vor dem Black Friday ihre Website-Besuche ankurbeln sollten, bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um mit dem Feiertags-Marketing zu beginnen.

Weitere Daten und Strategien für das goldene Quartal findet ihr in unserem 2021 Festive Season Commerce Report:

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