KI-gestützter und Agentic Commerce: Criteos Vision für die nächste KI-Ära

Unser Chief Product Officer, Todd Parsons, erläutert die Vision von Criteo für KI-gestützten und Agentic Commerce. Dabei geht er auf die großartigen Chancen für ...
Aktualisiert am 30. April 2026

Ein neues Signal für die KI-Landschaft

Der Schritt von Cloudflare, KI-Crawler am Zugriff auf Inhalte von Publishern zu hindern, ist ein lobenswerter Schritt zum Schutz der Urheber im Zeitalter generativer KI. Gleichzeitig wird eine weitere Wahrheit deutlich: In der aktuellen Diskussion sind die Macher, welche die Zukunft des Commerce gestalten – Retailer, Brands, Marktplätze und sogar die Agents selbst – nicht vertreten. Dabei treten sie nicht nur als Produzenten der Inhalte in Erscheinung, sondern auch als Architekten von Produkterlebnissen, Kuratoren der Customer Journeys und Qualitätsprüfer.

Cloudflare konzentriert sich hauptsächlich auf traditionelle Content-Bereiche, doch ist es unvermeidlich, dass KI-Crawler auch weniger konventionelle Quellen wie soziale Plattformen, Influencer-Ökosysteme und Commerce-Umgebungen einbeziehen werden. Crawler können jedoch nur öffentlich gepostete Inhalte sehen. Die wertvollsten Commerce-Daten – also jene, die Echtzeit-Empfehlungen, eine dynamische Preisgestaltung und personalisierte Erlebnisse ermöglichen – werden von Retailern, Brands und Plattformen wie Criteo vertraulich verwaltet.

Wir glauben, dass die Zukunft des Commerce stärker von denen geprägt sein wird, die KI verantwortungsvoll, transparent und inklusiv einsetzen, als von denen, die sich ihr in den Weg stellen. Das bedeutet, dass wir eine Verknüpfung zwischen KI-Plattformen und privaten, hochwertigen Daten schaffen müssen, die den Produktverkauf ermöglichen. Um es klar zu sagen: Es geht nicht darum, die Macht der Inhalte zu ignorieren, die von unseren Tausenden Publisher-Partnern erstellt werden – viele von ihnen wurden in der Ankündigung von Cloudflare genannt. Und es geht auch nicht lediglich darum, einem Einsatz von KI den Weg zu bereiten. Unser Ziel ist es, das gesamte Ökosystem zu unterstützen: Hersteller und Marketer von Produkten, Retailer und Marktplätze, Content Creators und die Agents selbst.

Von Assistenten zu Agents: Die Commerce-Evolution

KI verändert bereits jetzt die Art und Weise, wie wir arbeiten und shoppen. Generative Tools helfen Konsumenten, intelligentere Entscheidungen zu treffen, und KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity und Claude ermöglichen eine kontextuelle Conversational Search. Doch das ist erst der Anfang.

Je mehr diese Assistenten zu Agents werden, die im Namen der Konsumenten handeln können, desto häufiger werden sie eingesetzt. Sei es bei der Buchung einer Reise, beim Kauf eines Geschenks oder bei der Planung einer Party: Einfache Prompts werden zu delegierten Aufgaben. Die Qualität der Ergebnisse hängt dabei ganz von der Qualität der zugrunde liegenden Daten ab.

Hier kommt Criteo ins Spiel.

Daten, die intelligenten Commerce voranbringen

KI-Modelle sind nicht von Natur aus intelligent. Um auf hohem Niveau arbeiten zu können, benötigen sie strukturierte, angereicherte und verwertbare Daten. Im Commerce bedeutet das mehr als nur gecrawlte Produktlisten. Benötigt werden Echtzeit-Informationen zu Inventar, Preisen, Verfügbarkeit, Beschaffung, Nachhaltigkeitsmerkmalen und mehr – alles genormt über Tausende von Retailern und ständig aktualisiert.

Criteo hat unübertroffenen Zugang zu einem der umfangreichsten Commerce-Datenbestände der Welt. Mit mehr als 720 Millionen täglich aktiven Käufern, die mit 4,5 Milliarden Produkt-SKUs interagieren und jährlich Transaktionen im Wert von einer Billion US-Dollar tätigen, bilden die von uns verarbeiteten Daten die Grundlage für Commerce KI, die tiefgreifend und umfassend ist.

Was uns von anderen unterscheidet, ist nicht nur die Größe, sondern die Struktur. Wir haben diese Daten bereits für unsere eigenen KI-Produktempfehlungs-, Audience- und Bidding-Modelle normalisiert. Dadurch sind wir eine ideale Quelle für große Sprachmodelle (LLMs) und agentic-basierte Plattformen. Weil bei uns Datenschutz und Relevanz im Mittelpunkt stehen, können wir diese Daten auf sichere und konforme Weise anbieten, die mit den Zielen jedes Partners übereinstimmt.

Über die Crawler hinaus: Die Macht der Commerce-Daten

Im Gegensatz zu Crawlern, die sich auf öffentlich zugängliche Inhalte stützen, hat Criteo Zugriff auf nicht öffentliche, zurückgehaltene Daten unserer Partner. Dazu gehören Pre-Training-Daten, Echtzeit-Signale und Reinforcement-Feedback-Loops, auf die Crawler keinen Zugriff haben.

Dies ist der Kern unserer verknüpften Strategie. Wir entwickeln APIs, die KI-Plattformen einen sicheren Zugriff auf diese Daten ermöglichen. Dadurch sind Assistenten und Agents in der Lage, in einer Antwort die relevanteste SKU zu nennen – auf der Grundlage von Echtzeit-Filtern wie Lagerbestand, Preisgestaltung und Sales Velocity.

Das ist keine theoretische Überlegung – es läuft bereits. Die KI- und Data-Science-Teams von Criteo sind weit über die Produkt-Metadaten hinausgegangen. Sie haben Verhaltensmuster und Kaufgruppierungen eingebettet sowie das Tracking der Ergebnisse von Millionen Customer Journeys pro Tag vorgenommen. So entsteht ein geschlossenes System, in dem KI-Vorschläge zu realen Handlungen führen, die wiederum das genutzte Modell verfeinern.

Verantwortungsvolles Agent-Enablement

Wir erkennen bereits jetzt die Auswirkungen persönlicher KI-Assistenten auf die Produktsuche im Vergleich zur herkömmlichen Suche und verzeichnen erste Erfolge im Retail und auf Marktplätzen. Da es offensichtlich ist, dass diese Assistenten zu einer neuen Schnittstelle für Commerce werden, ist Vertrauen das A und O.

Bei ihren Entscheidungen werden sich Konsumenten auf Assistenten verlassen – und später auf eigenständige Agenten –, aber sie werden auch nach Validierung suchen. In diesem Prozess spielen Retailer und Marktplätze eine wichtige Rolle – nicht nur als Verkäufer, sondern als Qualitätsprüfer, Kuratoren von Optionen sowie Anbieter von Praxistests und Daten.

Man kann davon ausgehen, dass sich das Commerce-Ökosystem von persönlichen Assistenten zu einem dezentralen Netzwerk von Agents entwickeln wird. Diese werden Brands, Retailer und Third-Party-Zertifizierer repräsentieren. Ein solches Netzwerk ermöglicht Insights in Echtzeit zur Nachfrage, eine agile Logistik und eine neue Art von Werbung, um die Agents zu informieren, anstatt die Konsumenten zu stören.

Retailer, die diesen Wandel aufgreifen, entwickeln sich zu unverzichtbaren Partnern entlang der KI-gestützten Customer Journey. Criteo unterstützt sie dabei, indem wir die Infrastruktur, Daten und Monetarisierungstools zur Verfügung stellt, die sie brauchen, um erfolgreich zu agieren.

Drei Anwendungsfälle für die Zukunft von Agentic

Um unsere Vision zu verwirklichen, konzentrieren wir uns zunächst auf drei zentrale Anwendungsfälle:

1. Prompt-basierte Produktempfehlungen

Wir bauen ein Produktraster auf, das es KI-Assistenten ermöglicht, präzise Echtzeit-Empfehlungen zu geben, die auf Prompts wie diesen basieren:

„Finde ein Geschenk unter 50 Euro, das umweltfreundlich ist und bis Freitag geliefert werden kann.“

Niemand sonst bietet vektorisierte Produkt-Metadaten und Shopper Journey-Daten in der Größenordnung von Criteo, mit der Genauigkeit und dem Reinforcement Loop, den wir ermöglichen. So können bei KI-Plattformen und Branded Agents die am besten passenden Produkte über alle Retailer hinweg auftauchen – selbstverständlich mit Nachhaltigkeitsmerkmalen und Echtzeit-Inventar.

2. Intelligentere Echtzeit-Aktivierung von Zielgruppen

Da die Shopper Journeys immer fragmentierter und gesprächsbasierter werden, muss sich das Targeting von statischen Segmenten auf kontextreiche Signale verlagern. Wir arbeiten daran, Brands und Agenturen in die Lage zu versetzen, die perfekte Zielgruppe auf Abruf zu generieren, ohne dass sie auf umständliche Daten-Workflows und manuelle Abfragen warten müssen, wie es in den letzten Jahren in unserem Bereich üblich war.

Das bedeutet eine schnellere Umsetzung von Kampagnen, eine höhere Präzision sowie eine nahtlose Zielgruppenaktivierung, die sich an Absichten in Echtzeit und zufälligem Interesse orientiert.

3. Agent-enabled Full Funnel-Kampagnen

Wir sorgen auch für die Aktivierung von Media in neuen Umgebungen. Durch das Einbetten von Marketingfunktionen in die Agent-Interfaces ermöglichen wir es Marktplätzen und Retailer-Netzwerken, kanalübergreifende Full Funnel-Kampagnen einfach durchzuführen.

Unser Ziel ist es, dass Agents die Fähigkeit erhalten, Kampagnen in Echtzeit zu entwerfen, zu starten und zu optimieren. So werden sie zu echten Marketingpartnern.

Aufbau der Infrastruktur für Agentic Commerce

Um diese Zukunft zu ermöglichen, entwickelt Criteo die Unterstützung für das Model Context Protocol (MCP) und andere Anwendungsfälle im Commerce. Die Nutzung von MCP ist ein wichtiger erster Schritt, um Produkt- und Shopper-Informationen an KI-Agents auf folgende Weise bereitzustellen:

  • Echtzeit: Kontinuierliche Aktualisierung mit genauen Preisen, Verfügbarkeit und angereicherten Attributen.
  • Strukturiert: Optimiert für die Inferenz-Genauigkeit des abfragenden KI-Agents.
  • Kontrolliert: Nur autorisierte KI-Agents und -Plattformen haben auf Grundlage klar definierter Partnerbedingungen darauf Zugriff.

Unsere Infrastruktur ermöglicht es Brands und Retailern, sich vertrauensvoll am KI-Ökosystem zu beteiligen, da sie wissen, dass ihre Daten sicher sind, verantwortungsbewusst genutzt werden und mit ihren Geschäftszielen im Einklang stehen.

Wir führen die Branche in die Zukunft

Bei Criteo wollen wir uns nicht nur an die Zukunft des KI-gestützten und Agentic Commerce anpassen, sondern sie führend mitgestalten. Das bedeutet, dass wir über den Hype hinausgehen, uns auf konkrete Anwendungsfälle konzentrieren und einen skalierten Marktplatz mit Trading-Liquidität aufbauen, der eine optimale Customer Journey ermöglicht. Wir verknüpfen nicht nur Produkte mit Menschen. Wir verbinden Interessen und Absichten mit Ergebnissen, Daten mit Entscheidungen sowie Akteure mit dem Ökosystem, dem sie dienen. Aus Liebe zum Commerce.

Erfahrt mehr darüber, wie unsere KI die nächste Generation des Commerce vorantreibt.

Offenlegung in Hinblick auf zukunftsgerichtete Aussagen
Dieser Blogbeitrag enthält zukunftsgerichtete Aussagen, darunter unsere Erwartungen hinsichtlich unserer Marktchancen und zukünftigen Wachstumsaussichten sowie weitere Aussagen, die keine historischen Fakten darstellen und mit Risiken und Ungewissheiten behaftet sind, die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich davon abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen oder dazu beitragen könnten, gehören unter anderem: Risiken im Zusammenhang mit unserer Technologie und unserer Fähigkeit, innovativ zu sein und auf technologische Veränderungen zu reagieren; Unsicherheiten hinsichtlich unserer Fähigkeit, Zugang zu einem beständigen Angebot an Werbeflächen im Internet zu erhalten und diesen Zugang auszuweiten; Investitionen in neue Geschäftsmöglichkeiten und der Zeitpunkt dieser Investitionen, die Frage, ob die prognostizierten Vorteile von Akquisitionen oder strategischen Transaktionen wie erwartet eintreten; Unsicherheiten hinsichtlich internationaler Geschäftstätigkeiten und Expansion, einschließlich solcher im Zusammenhang mit Veränderungen der politischen oder wirtschaftlichen Bedingungen in einem bestimmten Land oder einer bestimmten Region (wie z. B. Änderungen oder neue Zölle), die Auswirkungen des Wettbewerbs oder der Verlagerung von Aktivitäten in eigene Unternehmen (In-Housing); Unsicherheiten hinsichtlich gesetzlicher, regulatorischer oder selbstregulatorischer Entwicklungen im Bereich des Datenschutzes sowie die Auswirkungen der Bemühungen anderer Akteure unserer Branche, diesen Entwicklungen nachzukommen; die Auswirkungen der Zurückhaltung der Verbraucher gegenüber der Erhebung und Weitergabe von Daten, unsere Fähigkeit, über Dritte auf Daten zuzugreifen, das Versäumnis, unsere Marke kosteneffizient zu stärken, die Tatsache, dass die jüngsten Wachstumsraten kein Indikator für zukünftiges Wachstum sind, die Flexibilität der Kunden, ihre Ausgaben zu erhöhen oder zu senken, unsere Fähigkeit, das Wachstum zu steuern, potenzielle Schwankungen der Betriebsergebnisse, unsere Fähigkeit, unseren Kundenstamm zu vergrößern, und die finanziellen Auswirkungen der Maximierung des Beitrags ex-TAC sowie Risiken im Zusammenhang mit zukünftigen Chancen und Plänen, einschließlich der Ungewissheit hinsichtlich der erwarteten zukünftigen finanziellen Leistung und Ergebnisse und jener Risiken, die von Zeit zu Zeit unter der Überschrift „Risikofaktoren“ und an anderer Stelle in den bei der SEC eingereichten Unterlagen und Berichten von Criteo, einschließlich des am 28. Februar 2025 bei der SEC eingereichten Jahresberichts von Criteo auf Formular 10-K und in den nachfolgenden Quartalsberichten auf Formular 10-Q sowie in künftigen Einreichungen und Berichten von Criteo. Es ist wichtig zu beachten, dass die derzeitigen makroökonomischen Rahmenbedingungen, darunter die Inflation und die schwankenden Zinssätze in den USA, Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Finanzlage, den Cashflow und das Geschäftsergebnis von Criteo hatten und weiterhin haben könnten.

Sofern nicht gesetzlich vorgeschrieben, übernimmt Criteo keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse, geänderter Erwartungen oder aus anderen Gründen zu aktualisieren.

Todd Parsons

Todd Parsons kam im Mai 2020 als Chief Product Officer zu Criteo. Als Verantwortlicher für Produktstrategie und -innovation ist es seine Aufgabe, das Plattform-Angebot von Criteo zu diversifizieren und zu transformieren. Seit über einem Jahrzehnt ist Todd ein Experte für Marketinglösungen am ...

Chief Product Officer (CPO)