Reisetrends für den Sommer 2026: Nachfrage- und Conversion-Chancen

Entdeckt die Reisetrends 2026, von längeren Buchungswegen bis zur KI-getriebenen Discovery. Wir zeigen euch, wie aus der Nachfrage nach Reisen Conversions werden.
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Trotz anhaltendem ökonomischen Druck und globaler Unsicherheit wächst die Nachfrage nach Reisen. Die Konsumenten planen ihre Reisen und sind bereit, Geld auszugeben. Allerdings hat sich die Art und Weise, wie sie buchen, verändert.

Die heutige Customer Journey im Reisesektor ist komplexer, aber auch zielgerichteter als zuvor. Dabei vergleichen Reisende mehr Optionen über die verschiedensten Kanäle hinweg. Die Entscheidungen werden erst nach längerer Bedenkzeit getroffen und die Conversion von Interesse in Buchungen gestaltet sich schwieriger.

Der Criteo Travel Pulse Report für Frühjahr & Sommer 2026 basiert auf den Daten von hunderten Reiseanbietern und Insights von mehr als 6.000 Konsumenten weltweit. Er zeigt die aktuell wichtigsten Reisetrends auf, die das Buchungsverhalten prägen, und erläutert, wie sich diese Trends nutzen lassen, um die Nachfrage in Umsatz zu verwandeln.

Hier sind fünf Reisetrends für den Sommer 2026, die diese Saison prägen.

Die Nachfrage steigt, doch die Conversion steht unter Druck

Im ersten Quartal 2026 stieg der Online-Traffic für Flugreisen im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent. Besonders stark ist das Wachstum bei Flugreisen in Nord- und Südamerika mit einem Plus von 20 Prozent. In den Regionen EMEA und APAC zeigt sich in allen Reisekategorien eine gemischte, aber weiterhin aktive Nachfrage.

Obwohl mehr Reisende den Weg in den Sales Funnel finden, sinken die Conversion-Raten in den meisten Reisekategorien. Am stärksten betroffen sind die OTAs. Auf regionaler Ebene variieren die Rückgänge: In der EMEA- und APAC-Region ging es für die OTAs um 8 bzw. 6 Prozent nach unten. Hotels und Resorts verzeichneten in Nord- und Südamerika mit 9 Prozent den stärksten Rückgang.

Online Conversion-Rate nach Region im Jahresvergleich

Quelle: Organische Criteo-Daten. Online Conversion-Rate nach Region im Jahresvergleich, Januar bis März 2025 und 2026.

Das Wichtigste für Marketer: In einem volatilen Markt solltet ihr den Fokus auf Reisende mit hohem Interesse legen. Mit intelligentem Targeting und Full Funnel-Strategien könnt ihr die Lücke zwischen Traffic und Buchungen schließen. Allerdings müsst ihr euren Ansatz an die regionalen Nachfragemuster anpassen.

Reisende gehen bedachter vor und sind schwieriger zu gewinnen

Im Durchschnitt sehen sich Reisende heute 25 Hotelangebote an, bevor sie sich festlegen. Gleichzeitig sagen 42 Prozent, dass sie mit der Reiseplanung gerne Zeit verbringen, um die verschiedenen Optionen bei unterschiedlichen Anbietern und über diverse Kanäle hinweg zu prüfen.

Selbst wenn die Entscheidungen schnell fallen, ist der Weg dahin nicht einfach. Die Zeitspanne für eine Buchung liegt im Durchschnitt für Flüge bei 9,5 Tagen und für Hotels bei 11,5 Tagen. Dabei brauchen einige Buchungen nur wenige Minuten, und andere mehr als einen Monat.

Flug und Hotel: So lange dauert es zur Buchung – März 2026

Quelle: Organische Criteo-Daten. Buchungen vom 18. bis 31. März 2026, basierend auf neuen Besucherströmen vom ersten PDP-View bis zum Buchungsabschluss. Browsing Window: 31. Dezember 2025 bis zum Buchungsdatum. Globale Flug- und Hotel-/Resort-Reisepartner.

Das Wichtigste für Marketer: Stellt euch auf größere Variationen in den Booking Journey ein und seid dort präsent, wo Reisende die Angebote vergleichen. Mit kanalübergreifenden Always-on-Strategien bleibt ihr bei fragmentierten Entscheidungszeiträumen sichtbar und könnt die Entscheidungen an jedem Touchpoint beeinflussen.

Steigende Kosten beeinflussen das Buchungsverhalten von Reisenden

Der ökonomische Druck ist real, hält die Menschen aber nicht davon ab, Reisen zu buchen. Reisen hat für alle Generationen Priorität, auch wenn die steigenden Kosten die Planung beeinflussen. Anstatt ganz auf die Reise zu verzichten, werden Reisende immer wählerischer und passen ihr Verhalten entsprechend an.

Die gängigsten Strategien sind eine frühere Buchung (42 Prozent), Reisen außerhalb der Hauptsaison (40 Prozent) sowie die Wahl günstigerer Reiseziele (35 Prozent).

Verhaltensweisen zur Optimierung der Reisekosten

Quelle: Criteo Umfrage – Reise-Präferenzen der Konsumenten, Februar 2026, weltweit, N=6.379

Selbst unter denjenigen, die Reisen nicht als unverzichtbar ansehen, planen 38 Prozent weiterhin ihre Reisen, was zeigt, dass die Nachfrage über die Kernzielgruppen mit hoher Kaufabsicht hinausgeht.

Das Wichtigste für Marketer: Personalisiert eure Botschaften und kommuniziert den Nutzen klar und deutlich. Hebt Flexibilität, Preistransparenz und Entgegenkommen hervor, um wählerischere Reisende anzusprechen und die Nachfrage zu steigern – und zwar über alle Budget-Typen hinweg.

KI beeinflusst Entscheidungen von der Discovery bis zur Buchung

Heute nutzen 40 Prozent der Reisenden KI, um Reiseziele zu erkunden, und 41 Prozent planen damit ihre Aktivitäten. KI ist somit ein wichtiger Einstiegspunkt im Reiseprozess.

KI kommt jedoch auch bei komplexeren Entscheidungen zum Einsatz. Mittlerweile nutzen fast 30 Prozent der Reisenden KI für die komplette Reiseplanung. Dies ist ein Zeichen für das wachsende Vertrauen in KI bei umfassenden Entscheidungen rund ums Reisen.

KI-Nutzung in verschiedenen Phasen der Reiseplanung

Quelle: Criteo Umfrage – Reise-Präferenzen der Konsumenten, Februar 2026, weltweit, N=6.379

Dieser Einfluss schlägt sich auch in messbaren Ergebnissen nieder. So war ChatGPT im März 2026 für einen höheren Anteil der Produktaufrufe verantwortlich als Search (+13 Prozentpunkte). Noch wichtiger ist, dass dieses Engagement auch zu Conversions führt: 72 Prozent der Criteo-Reisekunden verzeichneten mindestens eine durch ChatGPT beeinflusste Buchung.

Das Wichtigste für Marketer: Integriert KI in eure kanalübergreifende Strategie. Sorgt für eine konsistente Präsenz in KI, Search, sozialen Netzwerken sowie im offenen Web, um die Absichten der Reisenden zu erfassen und sie zur Conversion zu bewegen.

Reisende mit hoher Kaufkraft ändern ihr Ausgabeverhalten

In diesem Sommer eröffnen sich lukrative Möglichkeiten an neuen Orten. In den USA steigt die Nachfrage nach kühleren Reisezielen in den Sommermonaten: 17 Prozent mehr Reisende entscheiden sich für kältere Städte als für wärmere Alternativen. Diese Reisen haben allerdings auch ihren Preis: Die Flugpreise liegen im Durchschnitt 16 Prozent höher.

Gleichzeitig ziehen Nischendestinationen Reisende mit hoher Kaufkraft an. Diese geben 1,6-mal mehr aus und reisen 1,7-mal weiter als Reisende, die sich für Mainstream-Reiseziele entscheiden. Diese Reisenden haben auch eine deutlich höhere Kaufabsicht in Premium Retail-Kategorien wie Parfüm (+48 Prozent), Handtaschen (+44 Prozent) sowie Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln (+41 Prozent).

Kaufwahrscheinlichkeit im Retail: Reisende und Nischendestinationen

Quelle: Organische Criteo-Daten. US-Flugbuchungsdaten von Reisenden, die zwischen dem 1. und 7. Juli 2025 gebucht haben. Hotspot-Ziele sind die Top 20 Prozent der Destinationen, die von 90 Prozent der Reisenden besucht werden.

Das Wichtigste für Marketer:Priorisiert Zielgruppensegmente mit kaufkräftigen Reisenden und maximiert den Umsatz pro Reise. Nutzt Daten, um Premium-Zielgruppen zu identifizieren und das Wachstum durch Upselling, Bundling und kategorieübergreifende Aktivierung zu fördern.

Die Komplexität steigt, die Chancen auch

Da der Weg zur Buchung immer fragmentierter wird, werden diejenigen erfolgreich sein, die das Kaufinteresse erkennen und nutzen, auf allen Kanälen präsent bleiben und sich dem veränderten Verhalten der Reisenden anpassen.

Im vollständigen Criteo Travel Pulse Report für Frühjahr & Sommer 2026 erfahrt ihr, wo die Nachfrage steigt und wie ihr die Absichten der Reisenden in Ergebnisse umwandelt.

Elizabeth Kim

Als Marketing-Autorin hat Elizabeth ein Faible für die Beschreibung des Wandels, den Kultur, Technologie und Commerce auf das Verhalten der Konsumenten haben. Sie lebt derzeit in New York City und liebt alles, was mit Kunst, Filmen und Desserts zu tun hat.

Global Content Strategist