2020 war ein entscheidendes Jahr für den Online-Handel. Laut Nich Weinheimer, General Manager of E-Commerce bei der digitalen Werbetechnologiefirma Kenshoo, hatte E-Commerce in jenem Jahr in Hinblick auf die Akzeptanz in der breiten Bevölkerung einen Sprung von zehn Jahren gemacht. Grund dafür ist die Tatsache, dass viele Konsumenten aufgrund des Lockdowns zu Hause bleiben mussten.

In der heutigen Folge unserer „Retail Media Moment“-Videoserie gibt Nich Einblick darin, was dieses Wachstum für die Einzelhandelsbranche bedeutet. Er erklärt: „Wir haben einen ziemlich starken Wandel erlebt, vor allem in Bezug auf neue Kunden im E-Commerce […]. Das bedeutet eine massive Unterbrechung von Verhaltensmustern. Doch aus Konsumentenperspektive denke ich, dass sie allmählich verstehen […], welche Effizienzgewinne sie in ihrem Leben erzielen können.“

Mehr Online-Shopping bedeutet nicht zwangsläufig mehr Kunden für Amazon. Amazon selbst hält nur 40 Prozent der E-Commerce-Sales. Also sind offenbar viele weitere Retailer daran beteiligt, die Bedürfnisse der Konsumenten zu erfüllen. Im folgenden Video findet ihr weitere Retail-Insights von Nich.

Video-Text:

Willkommen zu unserer Video-Serie „Retail Media Moment“. In dieser Serie zeigen wir Insights aus Interviews mit wichtigen Branchenführern zum Thema Retail Media und deren Einfluss auf die Werbewelt.

Mein Name ist Nich Weinheimer und ich bin der General Manager für E-Commerce bei Kenshoo. Ich bin gleich zum Start des Unternehmens im Januar 2018 dazugekommen. Insgesamt bedient Kenshoo das Search-Geschäft über Google und Bing sowie das Social-Media-Geschäft über Facebook und Instagram. Ich bin an Bord gekommen, um nicht nur unser Amazon-Geschäft zu skalieren, sondern auch die Transformation außerhalb des Amazon-Ökosystems zu Walmart und den anderen großen Einzelhändlern da draußen, die aktuell Strategien zur Monetarisierung von Websites entwickeln.

F: Wie haben die jüngsten globalen Ereignisse das Einkaufsverhalten verändert?

Manche sagen, dass allein in diesem Jahr im E-Commerce eine Entwicklung stattgefunden hat, die sonst zehn Jahre gedauert hätte. Wir haben Transformationen bei großen Retailern gesehen, wie z.B. Best Buy, die die Hälfte ihres Geschäfts auf online umgestellt haben. Die Corona-Pandemie war dabei ein massiver Treiber. Ich meine, es gibt jetzt diese lokalisierten Fulfillment-Zentren, die sich im Wesentlichen um Click & Collect kümmern. Außerdem hat der E-Commerce viele neue Kunden gewonnen, da die Menschen gezwungen waren, zu Hause zu bleiben. Die Konsumenten haben ziemlich schnell gelernt, welche Effizienz sie für ihr Leben gewinnen können, indem sie zum Beispiel Lebensmittel online bestellen und im Geschäft abholen.

F: Wie unterscheidet sich Retail Media von anderen Kanälen?

Die Einzelhandelslandschaft ist fragmentierter und weniger monopolistisch. Man muss sich nur anschauen, was eine Brand in der Welt von Google oder im Bereich Search allgemein erreichen kann – oder auch auf Facebook. Zwar fallen 40 Prozent des E-Commerce auf Amazon, doch das ist gegenüber dem Marktanteil von Google im Bereich Search von 80 Prozent deutlich weniger. Und diese 40 Prozent zeigen auch, dass man den übrigen Einzelhandel nicht vernachlässigen sollte. Die fragmentierte Medienlandschaft, die den Brands zur Verfügung steht, schafft ein wirklich interessantes und deutlich reicheres Ökosystem.

F: Wie sieht es mit der diesjährigen Weihnachtssaison aus?

Ich denke, die Weihnachtssaison wird dieses Jahr um den 13. Oktober herum beginnen und nicht enden, bis die Turkey Five (Amazons Spitzname für Thanksgiving und die folgenden Einkaufstage bis zum Cyber Monday, Anm. d. Red.) vorbei sind. Die Konsumenten werden in der Weihnachtszeit nicht mehr so viel verreisen, daher werden sie ihren Lieben Geschenke schicken wollen. Wir werden vermutlich sehen, dass mehr Geld aus dem Shopper-Marketing in den digitalen Bereich fließt. Aus der Perspektive von Retail Media könnte das in Hinblick auf die Weihnachtssaison ein gutes Zeichen sein, zumindest für unsere Branche, denn es deutet darauf hin, dass mehr und mehr Brands ihre Transformation weg von einem traditionellen Marketing beschleunigen. Und das begann wirklich damit, dass mehr Investitionen in die Weihnachtssaison fließen.

F: Was ist deine Frage an die Akteure im Bereich Retail Media?

Wie könnt ihr auf sinnvolle, positive Weise auf den Konsumenten oder die Umwelt Einfluss nehmen?

Dies war euer „Retail Media Moment“. Bleibt dran für mehr.


Die größte Priorität für Brands und Retailer liegt derzeit auf der Urlaubssaison, und Nich prognostiziert, dass Konsumenten, die nicht mehr so viel reisen, Geschenke an Familie und Freunde schicken wollen.

Seine Frage an die Akteure im Bereich Retail Media? „Wie könnt ihr auf sinnvolle und positive Weise auf den Verbraucher oder die Umwelt Einfluss nehmen?”

Wünscht ihr euch erweitere Insights von Branchenexperten aus dem Bereich Retail Media? In dieser Folge sprechen wir mit Elizabeth Marsten, Senior Director of Marketplace Strategic Services von Tinuiti Digital.

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