Sie wollen die Welt zu einem besseren Ort machen und unterstützen Marken, mit denen sie sich identifizieren. Die Generation Z setzt auf Authentizität und sinnvolle Aktionen. Die junge Zielgruppe hat die Social-Media-Kanäle fest im Griff und weiß, wie man Dinge im Netz bewegt. Marketer können von den heute Unter-24-Jährigen viel lernen.

Kreativer Aktivismus: Die Community überzeugen und mobilisieren

Im Juni 2020 demonstrierte die Black-Lives-Matter-Bewegung in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze. Gleichzeitig landeten die Hashtags #WhiteLivesMatter und #BlueLivesMatter in den Top-Trends bei Twitter. Darunter postete die amerikanische Alt-Right-Bewegung oft rassistische Inhalte und übte Kritik an den Protesten aus.

Daraufhin kaperten zahlreiche Fans von koreanischen Popstars das Hashtag #WhiteLivesMatter und überschwemmten ihn als Unterstützung für Schwarze und People of Color mit Bilder von der K-Pop-Band BTS, sodass rassistische Posts fast komplett untergingen.

Eine ähnliche Aktion fand vor den US-Wahlen statt: Die rechtsextreme Gruppe „Proud Boys“, bekam zur US-Wahl viel Aufmerksamkeit, weil US-Präsident Donald Trump in einem TV-Duell vermied, sich deutlich von der Gruppe zu distanzieren. Daraufhin prahlte die rein männliche Organisation damit, dass sogar der US-Präsident auf ihrer Seite wäre. Um dem entgegenzusetzen teilten Homosexuelle und Unterstützer auf Twitter unzählige Liebesbotschaften und Pärchenbilder unter dem Hashtag #ProudBoys, um den Namen der rechten Gruppe für den guten Zweck zu nutzen.

Diese Aktionen beweisen: Kreativer Aktivismus spielt eine immer größere Rolle – und bietet auch für Marketer viele Chancen. Mit einem wichtigen Purpose, einer gut ausgeklügelten Social-Media-Strategie und Mut für Neues, können Brands die sozialen Netzwerke dafür nutzen, ihre Werte zu repräsentieren sowie die Community zu überzeugen und zu mobilisieren.

Nutzt eure Markenstimme und stellt eine authentische Verbindung zu eurer Zielgruppe her – und zwar durch ansprechende Inhalte. Zeigt wer ihr seid und wofür ihr steht. Hashtag-Trends auf Twitter und Instagram sind hierfür ein geeignetes Mittel, um aktuelle, gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Diese könnt ihr nutzen, um an den Unterhaltungen eurer Community teilzunehmen. Das trägt zu einer starken Kundenbindung bei, die über einzelne Generationen hinaus geht.

Gefühl von Zusammengehörigkeit erzeugen

Neben kreativem Aktivismus für gesellschaftliche und politische Themen zieht die Generation Z auch aktuelle Trends in den sozialen Netzwerken an. Wie im Frühjahr, als die erste Corona-Welle eintraf und Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen angeordnet wurden. Zahlreiche Vertreter der Gen Z nutzten die Kurzvideo-App TikTok, um zu zeigen, wie sie sich sozial distanzieren: Mit Tänzen. TikTok-Nutzer mit großer Reichweite posteten den #DistanceDance und riefen ihre Fans dazu auf, die Corona-Maßnahmen einzuhalten sowie ebenfalls ein Video mit dem Hashtag zu posten.

Die Generation Z, Großteil der TikTok-Nutzer, setzt stark auf das Gefühl von Zusammengehörigkeit. Sie teilen gerne ihre Interessen. Sie legt dabei Wert auf unterhaltsame Inhalte, neue Filter, setzt sich aber ebenso für gesellschaftsrelevante Themen ein. Die erfolgreichsten Videos und TikToker bestätigen dies.

Für Marketer bedeutet das: Informiert euch regelmäßig, was eure Zielgruppe verstärkt über alle für euch relevanten sozialen Kanäle teilt. Gibt es einen Trend, der zu  euch passt? Wichtig ist: Habt euren Brandfit im Auge und springt nicht einfach auf einen Trend auf, nur weil dieser gerade angesagt ist. Marken müssen sich nicht verbiegen, um Gen Z zu gefallen. Stattdessen spielen Purpose, Authentizität und Spaß eine wichtige Rolle.

So werden eure Ziele zu Resultaten.

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