Was geschah am Black Friday auf der ganzen Welt? Dieses Verkaufs-Event mag seinen Ursprung in den USA haben, hat aber in den letzten Jahren immer mehr Länder erobert. Mit Werbetreibenden aus aller Welt und unseren umfassenden Criteo-Daten können wir uns ein klares Bild von der Performance und den Trends sowohl hier als auch im Ausland machen.

Um einen globalen Überblick zu erhalten, haben wir 3 Milliarden Transaktionen in Q4 2019 und 2020 von mehr als 5.500 Retailern in Märkten in Nord- und Südamerika, APAC und Europa untersucht. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Verkäufe am Black Friday stiegen im Vergleich zum Oktober (1.-28. Oktober) weltweit um 139 Prozent.
  • Die Black Friday-Umsätze waren im Jahresvergleich in den USA rückläufig, stiegen aber in den meisten EMEA- und APAC-Märkten. Aus globaler Sicht gab es am Black Friday keine signifikante Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Verkaufsspitze für 2020 lag auf dem Niveau des Jahres 2019. Deutliches Wachstum zeigte sich jedoch an den Tagen vor und nach dem Black Friday.
  • Die Verkäufe in den ersten drei Wochen des Novembers stiegen gegenüber dem Vorjahr weltweit um 17 Prozent. Das ist interessant. Wie wir auch in unserem Mini-Leitfaden zum Black Friday vorausgesagt haben, hat sich das eintägige Event in diesem Jahr auf einen deutlich längeren Verkaufszeitraum ausgedehnt. Dies könnte auch den leichten Rückgang in den USA erklären, da viele Sales in diesem Jahr früher stattfanden als in den Jahren zuvor.
  • Die Umsätze im Zeitraum vom Black Friday bis zum Retargeting Tuesday stiegen im Vergleich zum Vorjahr an (+18 % in APAC, +17 % in EMEA und +2 % in Amerika).
  • In Ländern, in denen die Corona-Pandemie wieder auf dem Vormarsch ist, wurden Ausgangsbeschränkungen verhängt. Oft gibt es nur noch die Möglichkeit, online einzukaufen. Entsprechend stieg auch die Zahl der Online-Sales.

Black Friday 2020: Nord-, Mittel- und Südamerika

In den USA stiegen die Umsätze am Black Friday im Vergleich zum Oktober um 177 Prozent, gingen aber im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent zurück. In Kanada stiegen die Sales im Vergleich zum Oktober um 251 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent. Die Sales in den ersten drei Novemberwochen stiegen in den USA um 7 Prozent und in Kanada um 48 Prozent.

In Lateinamerika verzeichnete Brasilien mit einem Plus von 656 Prozent gegenüber dem Oktober den größten Anstieg am Black Friday. Interessant ist, dass in Kolumbien der Tax Free Day (21. November) zu einem viel größeren Anstieg führte als der Black Friday. In den ersten drei Wochen des November stiegen die Verkäufe in Brasilien um 15 Prozent.

Hier seht ihr eine länderspezifische Aufschlüsselung der Black Friday-Umsätze im Jahresvergleich. Kanada und Mexiko erlebten große Zuwächse, während in den USA und Brasilien Rückgänge zu verzeichnen waren.

Die Grafik unten zeigt den Anstieg der Verkäufe in den ersten drei Wochen des Novembers im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2019. Auch dies unterstreicht die Verlagerung des Weihnachtseinkaufs auf einen früheren Zeitraum.

Die Produktkategorien mit dem größten und dem geringsten Wachstum am Black Friday in den USA sind unten dargestellt. Kameras & Optik führen das Feld an. Besonders gefragt waren dabei Teleskope, Feldstecher und Kameras. Basketball-Ausstattung und Badespielzeug waren die beliebtesten Produkte in der Kategorie Spielwaren & Spiele:Trending categories in the US on Black Friday 2020

Black Friday 2020: EMEA

Der Black Friday hat in den vergangenen Jahren in Europa an Bedeutung gewonnen. Auch 2020 verzeichnete das Event starke Zuwächse in der gesamten Region. Im Vergleich zum Oktober wurden 165 Prozent mehr Umsatz generiert. In allen EMEA-Märkten zeigten sich signifikante Umsatzsteigerungen, von +33 Prozent in der Slowakei bis + 512 Prozent in Saudi-Arabien.

Auch die Online-Verkäufe am Black Friday stiegen in den meisten dieser Märkte (20 von 27 Länder) im Vergleich zum Vorjahr. Frankreich bildete eine Ausnahme, da das Land dieses Verkaufs-Event auf den 4. Dezember verschoben hat.

Die Online-Sales in den ersten drei Wochen des Novembers stiegen im gesamten EMEA-Raum um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Besonders deutlich zeigt sich dies in Ländern, in denen es neue Ausgangsbeschränkungen gab.

Unten findet ihr Beispiele aus der EMEA-Region. Wie ihr seht, verzeichnete Irland ein Sales-Plus gegenüber dem Oktober von 331 Prozent. In Großbritannien lag der Zuwachs bei 271 Prozent.

Griechenland, Belgien, die Slowakei und Österreich verzeichneten mit +91 Prozent, +76 Prozent, +73 Prozent bzw. +70 Prozent die größten Zuwächse gegenüber dem Vorjahr. Ohne Zweifel: Zwar fiel der Black Friday in diesem Jahr anders aus als in den Jahren zuvor, doch die Dynamik zeigt, dass dieses Verkaufsevent zu einer festen Größe im EMEA-Raum geworden ist.

Black Friday 2020: APAC 

Obwohl nicht annähernd so beliebt wie der Singles Day oder andere lokale Events, hat der Black Friday begonnen, sich im APAC-Raum zu etablieren. Mehrere Märkte verzeichneten einen Umsatzsprung gegenüber Oktober, darunter Hongkong (+247 %), Singapur (+197 %), Neuseeland (+194 %) und Australien (+156 %).

Mit Ausnahme von Taiwan verzeichneten die meisten Märkte in dieser Region im Jahresvergleich einen Anstieg der Black Friday-Umsätze. Diese Märkte erlebten in den ersten drei Novemberwochen ebenfalls Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr.

Und das war es:  Black Friday 2020 – zusammengefasst

Doch was bedeuten all diese Daten? Vielleicht am wichtigsten: Der Anstieg der Sales Anfang November sowie die Zunahmen im Jahresvergleich in vielen Märkten zeigen, dass die Menschen noch immer kaufen. Trotz der Corona-Pandemie, wirtschaftlicher Probleme und vieler anderer Sorgen, sind die Verbraucher noch immer vom Geist des Schenkens beseelt. Black Friday und Amazon Prime Day sind zwar schon vorbei, aber es bleibt noch viel Zeit für Werbetreibende, um Kunden dabei zu helfen, die perfekten Geschenke zu finden

Weitere Daten findet ihr in unserem Seasonal Sales Dashboard sowie im Criteo Holiday Product Finder. In unserem neuesten Leitfaden zur Weihnachtssaison findet ihr darüber hinaus die neuesten Ergebnisse der Konsumentenforschung von Criteo:

So werden eure Ziele zu Resultaten.

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