In diesem Jahr erleben wir eine weitere einzigartige Peak Shopping Season. Immer mehr von uns sind geimpft; vielerorts sind die Beschränkungen und Maskenverordnungen aufgehoben. Gleichzeitig steigen die Corona-Infektionsraten wieder an, da die kalte Jahreszeit einsetzt und wir mehr Zeit in Innenräumen verbringen. Der Anstieg und das Auftauchen neuer Virus-Varianten führen zu verschärften Beschränkungen in einigen europäischen Ländern: Österreich hat als erstes Land wieder einen bundesweiten Lockdown verhängt.

Auch in diesem Jahr setzte sich der Trend der frühen Sales fort und verfestigte das, was jetzt als „Cyber Month“ oder „Black November“ bezeichnet wird. Dies und Befürchtungen, die Probleme in der Lieferkette hätten Auswirkungen auf die Lieferzeiten und den Lagerbestand, führten dazu, dass Käufer frühzeitig und ernsthaft mit dem Weihnachts-Shopping begonnen haben.

Angesichts der vielen neuen Faktoren war die Umsatzentwicklung des Black Friday 2021 ungewiss. Jetzt, wo der Event vorbei ist, können wir euch einige Antworten geben. Wir haben die Verkäufe von Tausenden der von uns betreuten Kunden auf der ganzen Welt analysiert, um den Black Friday 2021 und seinen neuen Spross, den Cyber Month, zu verstehen. Das Folgende solltet ihr wissen:

Die Sales am Black Friday waren rückläufig, aber die Verkäufe im Cyber Month lagen über dem Niveau vor der Pandemie

In den USA stiegen die Online Sales am Black Friday um 271 Prozent im Vergleich zum Durchschnittswert vom 1. bis 7. November 2020. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Spitzenwert von +285 Prozent im letzten Jahr.

Unsere Daten bestätigen, dass der Zuspruch zum Cyber Month, den wir im letzten Jahr erlebt haben, auch in diesem Jahr stark ist. Die Sales in den ersten drei Wochen des Monats November 2021 sind im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 um 26 Prozent gestiegen. Dies ist etwas weniger als die November-Sales im Jahr 2020, die um 31 Prozent höher lagen als 2019.

Betrachtet man die Umsätze nach Kategorien, war die Kategorie Schmuck/Luxus/Brillen mit einer Umsatzsteigerung von 357 Prozent im Vergleich zum 1. bis 7. November 2021 der absolute Gewinner. Auch die Kategorien Mode und Lifestyle entwickelten sich gut und legten um 278 Prozent bzw. um 277 Prozent zu. Darüber hinaus zeigt unsere Analyse, dass der durchschnittliche Bestellwert um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 7 Prozent gegenüber 2019 gestiegen ist.

Die Amerikaner verlegen ihr mitternächtliches Shopping in die Morgenstunden

In diesem Jahr fügte das Datenteam von Criteo seiner Analyse eine weitere Ebene hinzu und untersuchte die Verkaufstrends im Tagesverlauf. Es zeigte sich, dass die Amerikaner im Jahr 2021 in den frühen Morgenstunden des Black Friday lieber schlafen als einkaufen gehen. Die nachstehende Grafik zeigt, dass die Indizes am Black Friday 2020 (der auf den 27. November fiel) in den ersten acht Stunden des Tages (Mitternacht bis 8 Uhr morgens) höher lagen. Am Black Friday 2021 stiegen die Umsätze zwischen 8 und 12 Uhr. Dies könnte unter anderem damit zusammenhängen, dass einige der größten Geschäfte des Landes das zweite Jahr in Folge an Thanksgiving geschlossen waren, so dass die Familien mehr Zeit für sich hatten und die Dringlichkeit geringer war, frühe Sonderangebote zu ergattern.

Der Black Friday 2021 in Europa

In Frankreich lagen die Online Sales am Black Friday 2021 um 40 Prozent über dem Durchschnitt für den 1. bis 7. November 2020. Im Jahr 2020 lag der Spitzenwert bei +51 Prozent. Obwohl die Online Sales im Vergleich zu 2020 zurückgegangen sind, war der Anstieg im Vergleich zu Anfang November dieses Jahres mit einem Plus von fast 160 Prozent erheblich. Zu den Kategorien mit den größten Zuwächsen gehörten Unterhaltungselektronik (+185 Prozent), Bekleidung (+179 Prozent) und Schmuck/Luxusartikel/Brillen (+174 Prozent).

In Deutschland stiegen die Online Sales um nur 32 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Woche vom 1. bis zum 7. November 2020. Das ist ein ziemlicher Rückgang gegenüber dem Anstieg von +84 Prozent im Jahr 2020. Die Kategorien Lifestyle, Unterhaltungselektronik und Hobby & Freizeit verzeichneten mit +190 Prozent, +181 Prozent bzw. +174 Prozent das größte Wachstum im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz zwischen dem 1. und 7. November 2021.

Auch in Großbritannien fiel der Anstieg der Online Sales am Black Friday mit +218 Prozent im Vergleich zu Anfang November letzten Jahres geringer aus. Im Jahr 2020 verzeichneten wir einen Anstieg von +288 Prozent. Verglichen mit dem Durchschnitt von Anfang November dieses Jahres stiegen die Online Sales um 247 Prozent. Wie in den USA verzeichneten die Sales in der Kategorie Schmuck/Luxuswaren/Brillen ein enormes Wachstum von 405 Prozent. Weitere führende Kategorien waren Lifestyle (+378 Prozent) und Bekleidung (+254 Prozent).

Ist das der Abschied vom Black Friday?

Dies ist nicht das Ende des Black Friday, sondern eher eine Neupositionierung. Der Tag wird zum Ausrufezeichen und nicht mehr zum ganzen Satz. Die Coda einer monatelangen Weihnachtsshopping-Sinfonie. Der Black Friday wird auch in Zukunft ein wichtiger Umsatztreiber sein, aber es ist zu erwarten, dass die Spitzen geringer ausfallen als in den vergangenen Jahren und durch stetig steigende Umsätze im Laufe des Monats ausgeglichen werden. Marketer, die bereits das nächste Jahr planen, sollten ihre Pläne und Budgets nicht nur für den Black Friday, sondern für den gesamten Cyber Month überdenken.

Wollt ihr mehr Sales-Daten? Dann ist unser interaktives Dashboard für Commerce-Trends genau das Richtige für euch. Weitere Insights und Strategien für die Weihnachtssaison findet ihr in unserem Festive Season Commerce Report 2021:

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