Darum ist Retail Onsite-Display-Werbung als Strategie unverzichtbar

Retail Onsite-Display ist das Online-Äquivalent zu Regal- und POS-Displays im stationären Handel. Erfahrt alles über diese Werbeform und warum ihr sie braucht.
Aktualisiert am 19. März 2026

Das digitale Warenregal hat sich zu einem zentralen Schauplatz für Brands jeder Größe entwickelt. Mit Retail Onsite Display-Werbung wird die Wirkung auffälliger In-Store-Displays nun auch in die digitale Welt gebracht. Egal, ob ihr eine kleine bis mittelgroße Marke seid, die sich auf stark frequentierten Retailer-Sites von der Masse abheben möchte, oder ob ihr die Sichtbarkeit eurer Produkte steigern wollt, ohne das Budget zu sprengen: Retail Display-Ads bieten die Möglichkeit, genau dann und dort mit Shoppern in Kontakt zu treten, wenn sie Kaufentscheidungen treffen.

Im Folgenden zeigen wir euch, warum Retail Onsite Display-Werbung als Strategie unverzichtbar ist, um euren Produkten mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen und die Verkäufe zu steigern.

Die Rolle von Retail Display in der Shopper Journey

Im stationären Einzelhandel sind Regaldisplays, Aufsteller und POS-Werbung wichtige Strategien, mit denen Brands ihre Präsenz auf der Verkaufsfläche erhöhen, Aufmerksamkeit generieren und Kaufentscheidungen beeinflussen können. Da Online zunehmend an Bedeutung gewinnt, nutzen Retailer und Brands zunehmend Retail Display, um dieselben Ziele im Upper Funnel des digitalen Raums zu erreichen.

Retail Display ist das Online-Äquivalent zu Regal- und POS-Displays. Da sich das digitale Warenregal praktisch unendlich weit erstrecken kann, können Produkte möglicherweise „below the fold“ der Such- und Browserseiten verschwinden. Daher ist diese Form der Werbung vielleicht sogar noch wichtiger. Tatsächlich erscheinen 90 Prozent aller gekauften Produkte auf der ersten Seite der Suchergebnisse. Selbst für bekannte Brands gilt: Wenn das eigene Produkt auf der Website eines Retailers nicht sofort ins Auge sticht, schmälert das die potenziellen Absatzchancen enorm. Retail Display ist der beste Weg, um die Sichtbarkeit auf den Retailer-Websites zu erhöhen und die Shopper Journey zu beeinflussen.

Und das gilt nicht nur für große Brands mit riesigen Budgets. Vor allem kleinere Brands können von Retail Display profitieren, da sie so mit größeren Mitbewerbern konkurrieren können, ohne Geld zu verschwenden. Mit dieser Werbeform können Brands die Aufmerksamkeit der Shopper gezielt auf sich und ihre Produkte lenken – mit starken Ergebnissen.

Aus Retailer-Sicht sind Onsite E-Commerce Ads genauso vorteilhaft wie ihre Pendants im stationären Handel. Sie machen es für Shopper leichter, das zu finden, was sie suchen – ein Win-Win für Shopper und Retailer. Durch das Angebot von Premium-Platzierungen und Optionen für Advertiser bietet Retail Display eine neue Einnahmequelle für Retailer, ohne dass die Shopper Journey beeinträchtigt oder gestört wird.

So unterscheidet sich Retail Display von anderen Onsite Ad-Formaten

Retail Display hat das Ziel, Kunden anzusprechen und sicherzustellen, dass sie eure Brand sehen, wenn sie stöbern oder gezielt Produkte suchen. Darüber hinaus geht es darum, eine Story zu erzählen, zu informieren und einen Wiedererkennungswert zu schaffen, damit die Kunden euch und eure Produkte in Erwägung ziehen.

Zum Vergleich seht ihr hier, wie das bekannteste Retail-Media-Format – die Sponsored Products Ad – aussieht. Diese Form von Werbung eignet sich hervorragend, um die Conversion-Rate im Lower Funnel auf das Maximum zu boosten:

sponsored product ad example

Und hier ist ein Beispiel für eine Retail/E-Commerce Display Ad. Diese Werbeform ist ideal für Upper-Funnel-Strategien zur Steigerung von Markenbekanntheit und Aufmerksamkeit.

retail display ad example

An diesem Beispiel wird deutlich, dass Retail Display mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die folgenden vier Faktoren machen Retail Display zu einem einzigartigen, wirkstarken Format, mit dem ihr eure Ziele im Bereich Awareness und Consideration umsetzen könnt.

Retail Display ist ein Hybrid aus Branding und Conversion

Für den Retail maßgeschneiderte Display-Formate sind die perfekte Ergänzung zu den Standard-IAB-Werbeformaten. Standard Display eignet sich hervorragend für die Skalierung, Run-of-Site-Strategien oder reines Branding. Wenn Advertiser aber Retail-spezifische Elemente, Personalisierung und eine nahtlosere Erfahrung einbeziehen möchten, dann ist die individuell gestaltete Ad der richtige Weg.

Mit Retail Display können Brands Storytelling mit Funktionen kombinieren, die zum Kauf anregen, wie z.B. Echtzeit-Preise und Add-to-Cart-Buttons. Für kleinere Brands bedeutet dieser hybride Ansatz, dass sie ihre Budgets effektiver optimieren und sicherstellen können, dass jeder ausgegebene Werbe-Euro genau auf ihre Verkaufsziele abgestimmt ist. Mit Retail Display Ads könnt ihr eure einzigartige Brand-Story erzählen und gleichzeitig direkte Kaufanreize setzen – ein wichtiges Instrument für kleinere Brands, die mit begrenzten Mitteln höhere Conversion-Raten erzielen wollen.

Retail Display ist außerdem von Beginn an dynamisch. Deshalb können Brands jede Ad auf den Onlineshop und die Seite, auf der sich der Kunde befindet, personalisieren und dabei Dinge wie Lagerbestand, Preisvariationen, Farben und Sonderangebote berücksichtigen. So lässt sich verhindern, dass Retailer und Brands falsche Produktinformationen übermitteln oder für Produkte werben, die nicht vorrätig sind.

retail display ad featuring headphones

Ein Format – maßgeschneidert für den Retail

Da Retail Display Ads speziell für den Retail entwickelt werden, fügen sie sich nahtlos in das Shopping-Erlebnis ein; sie gewährleisten Relevanz und passen sich visuell an die Umgebung des jeweiligen Onlineshops an. Dies ist sowohl für Retailer als auch für Brands entscheidend, da beide das bestmögliche Shopping-Erlebnis bieten müssen, um Conversion-Raten und Kundenbindung zu maximieren.

retail display ad featuring cookies

Es handelt sich um eine First-Party Datenstrategie

Retail Display benötigt keine Cookies und basiert auf First-Party-Daten. Dies ermöglicht eine höchst relevante Zielgruppenansprache und die entsprechende Personalisierung, indem Keywords, Kategorien, Retailer-Zielgruppen, CRM-Daten, Offline-Daten und andere First-Party-Datenquellen genutzt werden. Durch die Nutzung von Retailer-Insights wie Kaufhistorie und Surfverhalten können kleinere Brands Nischenzielgruppen präzise ansprechen und so die Effizienz und Effektivität ihrer Werbeausgaben maximieren, indem sie sicherstellen, dass jede Ad den richtigen Shopper zum richtigen Zeitpunkt erreicht. Mit diesem höheren Maß an Relevanz sind Retailer und Brands besser in der Lage, den Shopper auf der Webseite des Retailers zu halten, damit er weitere Produkte auf den Produktseiten oder im Shop-in-Shop entdeckt.

Retail Display lässt sich direkt mit Sales verknüpfen

Obwohl es sich bei Retail Display um eine Upper-Funnel-Strategie für Awareness und Consideration handelt, ist das letztendliche Ziel jedoch, im digitalen Schaufenster aufzufallen und so die Produkt-Sales zu steigern. Retail-Display-Kampagnen ermöglichen die Erfolgsmessung bis hinunter auf die SKU-Ebene, so dass Brands und Retailer ihre Media-Ausgaben direkt mit den Verkaufsergebnissen in Verbindung setzen können. Denn es geht nicht nur darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen und präsent zu sein, sondern auch darum, den Abverkauf zu steigern, und zwar direkt am Point of Sale.

Eine Success Story aus der Praxis: Michaels.com

Ein Beispiel für die greifbaren Vorteile von Onsite-Displays ist die Success Story einer Brand für Kunstmaterialien, die eine Partnerschaft mit Criteo eingegangen ist, um ihren ROAS (Return on Ad Spend) bei Michaels.com, einem führenden Retailer für Künstlerbedarf, zu steigern.

In Zusammenarbeit mit Criteo setzte die Brand eine duale Werbestrategie um, die Onsite Display und Sponsored Products kombinierte. Dieser Ansatz ermöglichte eine höhere Sichtbarkeit und ein stärkeres Engagement im digitalen Schaufenster von Michaels. Durch den kombinierten Einsatz von Onsite Display und Sponsored Products konnte die Brand außergewöhnliche Ergebnisse erzielen – so etwa eine beeindruckende Steigerung des ROAS um 926 %, einen Umsatzsprung von 412 % und über 125.000 Impressions. Kontinuierlich optimierte Platzierungen sorgten für maximale Sichtbarkeit und zeigten, dass eine gut durchgeführte Retail Display Kampagne für Brands, die im digitalen Schaufenster Aufmerksamkeit erregen wollen, extrem effektiv sein kann.

Retail Display: Vorteile für Brands und Retailer

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses leistungsstarke, für den Retail konzipierte Werbeformat Vorteile für beide Seiten des Retail-Media-Ökosystems bietet:

Vorteile für Brands:

  • Ihr sorgt für Wachstum für eure Brand.
  • Im digitalen Schaufenster falls ihr auf.
  • Ihr agiert effektiv im Wettbewerb – durch Premium-Sichtbarkeit.
  • Ihr erzählt eure Story, während ihr Kunden ansprecht und eure Sales steigert.
  • Ihr aktiviert First-Party-Zielgruppen für eine gezielte Ansprache.
  • Ihr skaliert eure Display-Werbung durch die Wiederverwendung von Assets sowie mehr Reichweite. Über diese Werbemöglichkeit am Point of Sale steigert ihr eure Sales.
  • Mit maßgeschneiderten Budgets erzielt ihr ein Optimum an Wirkung.
  • Ihr könnt eure Kampagnen schnell anpassen und optimieren – auf der Grundlage von in Echtzeit verfügbaren Performance-KPIs.

Vorteile für Retailer:

  • Ihr skaliert euer Retail Media-Programm.
  • Ihr verbessert das Shopping-Erlebnis, indem ihr relevante, aufmerksamkeitsstarke Werbung ausspielt, die jedoch nicht stört.
  • Durch den Zugang zu Brand-Budgets im Upper Funnel steigert ihr euren Gesamtumsatz.
  • Ihr bietet Brands mit eingeschränktem Inventar Möglichkeiten zur Skalierung.

Wollt ihr mehr zum Thema Retail Display erfahren? Dann nehmt jetzt Kontakt mit uns auf!

Braucht ihr weitere Informationen zu Retail Media? Die findet ihr in unserem Retail Media Guide.

Lucile Roose

Lucile ist Product Marketing and Strategy Director im Bereich Retail Media bei Criteo. Wenn sie nicht gerade die Go-to-Market- und Produktstrategie für die Onsite-Funktionen von Retail Media leitet, kann man Lucile bei Extremsportarten wie Fallschirmspringen, Canyoning und Autorennen antreffen. ...

Director Product Strategy